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BABSEA

Eine junge steirische Künstlerin, eine sieben Jahre währende Reise, Auf- und Ausbruch, Geschichten, Eindrücke, Erfahrung, Empfindung, und: Eine geheimnisvolle Schublade, ein intimes Gedankenarchiv, worin die sensible Beobachterin all das Erlebte sorgfältig sammelte und verwahrte. Nun, im verflixten siebten Jahr ist es soweit, werden Herz und Schublade geöffnet, wird eingeladen zur Diashow der Sinne und wird zu verweilen strengstens empfohlen. Die Gastgeberin: BABSEA. Ihr Reisesouvenir: Ein Statement. Aber der Reihe nach.

 

Edelschrott, Steiermark. Weingläser und Zigarettendunst, munteres Treiben, Wirtshausmusik und Geselligkeit. Der Vater selbst war Musikant, so auch viele ihrer Verwandten, dies war das Milieu, in das Babsea hineingeboren wurde. Keine Überraschung also, dass sich schon bald der Drang in ihr regte, ihre eigenen Fantasien und Gedanken in Worte und Klang zu fassen. Das geeignetste Medium dafür schien für Babsea („sea“ wird wie das englischsprachige Wort für „Meer“ ausgesprochen) die Sprache Englisch zu sein, der Weg zum Pop war geebnet. Die Tatsache, dass zum Schreiben von Songs - neben dem kreativen Entstehungsprozess - auch eine gehörige Portion Handwerkskunst gefragt ist, veranlasste Babsea dazu, sich einem profunden Studium des Pop und Jazz zu unterziehen, das sie von Wien bis nach Helsinki führte.

 

Dieses Komplettset an Ausstattung stand aber nie im Konflikt mit Babsea´s Spontanität, Musik sprechen zu lassen. Ganz im Sinne ihres Leitgedankens „Let your mind loose, set yourself free!“ scheint die Künstlerin einen inneren Pager installiert zu haben, ein Alarmsystem, das sich immer dann regt, wenn Emotionen zu Tage treten: „Am meisten liebe ich die Momente, wenn ich ein Kribbeln auf meiner Brust spüre, denn dann weiß ich, jetzt muss ich mich beeilen und sofort zu meinem Klavier laufen oder am Handy die Sprachmemo-App öffnen. Denn in diesem Augenblick kommen die Melodie, der Text und die Harmonien so raus, wie sie der Essenz entspringen.“

 

Die Essenz, das Herzstück in Babseas Debüt wird ohrenscheinlich, sobald man diese geheimnisvolle Schublade öffnet. Man kann es als die Summe der Schallereignisse bezeichnen, die ihren Kehlkopf verlassen. Oder, weniger wissenschaftlich ausgedrückt: Babseas Sound fesselt.

 

Klare und sanfte Töne dienen als Lockvogel, als Teaser, doch ahnt man, dass sich unter dieser zarten Oberfläche ein brodelnder Vulkan verbirgt, der nur auf den musikalisch-kompositorisch richtigen Moment wartet, um auszubrechen, bis es dann passiert. Es sind diese Vielseitigkeit und Wandlungsfähigkeit, gepaart mit der makellosen Technik, die Babseas Stimme ihren Reiz verleihen und sie scheinbar mühelos zwischen mystisch-sonor und verführerisch-kraftvoll Klängen balancieren lässt.

 

Bekannterweise ist die Grundlage stets die Basis des Fundaments. Im Falle von Babseas Debütwerk "Statement No 1" sind das namentlich Julia Radschiner, Uli Permanschlager, Peter Nadasdi und Mike Seidl- die Bandmitglieder, die gemeinsam mit der Solistin an der Entstehung der Arrangements beteiligt waren. Besondere Beachtung fand während dieses Prozesses der Umstand, dass sich Babsea üblicherweise bei Soloauftritten selbst am Klavier begleitet: „Oft war es mir auch lieber, wenn ich mich einfach begleite, so wie ich es in mir höre – ohne dass mir jemand sagt, wie es besser wäre.“ Das Resultat sind sieben großartige Songs welche  sich in einer soliden Mischung zwischen Pop, Singer/Songwriter und Soul bewegen.

 

Licht aus, Diashow an!